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from Jazzthing (June 07)

Lefties lieben's live Words: Götz Bühler

„Man sagt ja, dass Linkshänder besonders kreativ sind“, meint Alviz, Organist und einer von drei Linkshändern der Orgelfunkband Lefties Soul Connection aus Amsterdam. „Wir wollten aber nur einen wirklich coolen Raw-Funk-Bandnamen finden und keinen Wortkreationspreis gewinnen.“ Vor knapp sechs Jahren funktionierten Alviz, nebenbei auch als DJ aktiv, und der selten sing-shoutende Gitarrist Onno ihre Booker-T.-Coverband People Tree zu einer linkslastigen Raw Soul- und Funk-Combo um. Mit Bassist und Perkussionist Bram sowie dem Drummer Cody Vogel, der alltäglich bei der Müllabfuhr mit einer ganz anderen Sorte Funk zu kämpfen hat, spielen sie seitdem breakfette Funk-Instrumentals in authentischer Meters-Manier – im schmutzigstmöglichen Sound, gleichermaßen geschätzt von HipHop-Heads, Soultänzern und roughen Rockfans.

„Anfangs traten wir hauptsächlich bei meiner Partyreihe ‚Struttin’’ auf, bei der wir auch Olski – damals Tourmanager bei Stones Throw – getroffen haben“, erinnert sich Alviz. „Als Olski Ende 2002 in wenigen Wochen die komplette Auflage unserer ersten eigenen Single auf seinem Label ausverkaufte, bekam das Ganze eine völlig neue Dimension.“ Nach weiteren Singles, u.a. einem legendären Cover von DJ Shadows „Organ Donor“, diversen Compilations und vor allem Live-Auftritten im Umfeld von The Sugarman Three, Sharon Jones & The Dap-Kings oder dem Breakestra, veröffentlichen die Lefties jetzt ihr zweites Album „Skimming The Skum“ (Melting Pot Music/Groove Attack).

„Eigentlich sind wir ja keine Albumband“, meint Alviz. „Der Funk lebt am besten live. Und auch wir funktionieren meistens besser, wenn wir vor Publikum agieren. Aber in dieser alten Garage bei Amsterdam hatten wir nicht nur viel Zeit, unseren Groove zu finden, sondern auch die perfekten Soundbedingungen. Der Soul war schon im Raum, wir mussten nur noch losspielen.“ Die zwölf Songs in einundvierzig Minuten sind ein heißer Ritt mit tightem Schritt, vom faulig fetten „Fais Do-Do“ über die rasant rockenden Rohheiten „Chop It“ und „Sling Shot Pt. 2“ bis zu „Freaky Frankie“, einem Tribut an den skurrilen Francois aus Frankreich, der ihnen zu einem ihrer schlimmsten Gigs im Vorprogramm einer unwürdig gealterten Punk-Band verhalf. „Aber irgendwie haben wir auch das überlebt, schließlich sind wir Musiker und keine Programmierer“, betont Alviz. „Obwohl einige von uns langsam mit dem Computergebastel anfangen und ich selbst auch mit einem HipHop-Typen namens MC Seven zusammenarbeitete, lieben wir Lefties vor allem unsere Live-Auftritte.“ Immerhin: Für „Skimming The Skum“ verlieh ihnen Leo Nocentelli von den Meters neulich ganz offiziell seinen „Zustimmungsstempel“. Auch der Altmeister empfiehlt: „Get ready to listen and meet Lefties Soul Connection“.

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